Schüler machen Radio

Schüler machen Radio

Über das Projekt

In einem Projekt an der Robert-Koch-Realschule in Stuttgart Vaihingen haben Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 in einem mehrtägigen Workshop ihre eigenen Radio bzw. Podcastbeiträge produziert.
Die Verantwortung für die Erstellung der jeweiligen Beiträge lag allein bei den Schülerinnen und Schülern. In der Vorbereitungsphase ging es vor allem um Techniken zum Führen von Interviews, um spezifische Begriffe aus dem Bereich der Audioproduktion sowie die technischen Voraussetzungen zum Schnitt der eigenen Hörbeiträge. Die verwendeten Materialien stehen hier zum Download bereit.

Warum aktives Produzieren?

Aktive Medienarbeit gilt schon lange als der “Königsweg der Medienpädagogik”. Die Unzufriedenheit mit der ausschließlich sprachlich-analytischen und zumeist lehrerzentrierten Kritik an den Massenmedien war ein entscheidender Anstoß für das pädagogische Interesse an aktiver Medienarbeit. Die Kompetenz, sich über Medien zu artikulieren, ist eine wichtige Voraussetzung zur aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen Willensbildungsprozess (Herstellen von Öffentlichkeit für bestimmte Fragen und Probleme, Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit).
Der aktive Umgang mit Medien eröffnet dabei Ausdrucksmöglichkeiten, die der individuellen und ästhetischen Selbstverwirklichung dienen und intensiviert durch die Recherche vor Ort die Auseinandersetzung mit der Umwelt.

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Computational Thinking:
Dr. Jeannette Wing

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Demnächst bei Medienwelten

Dr. Jeannette Wing ist Professorin für Informatik an der Carnegie Mellon University. Seit Januar 2013 ist sie außerdem Corporate Vice President bei Microsoft Research. Der Ausdruck “Computational Thinking” wurde entscheidend durch Dr. Wing mitgeprägt.

Begriffserklärung

Computational Thinking meint nicht das Denken wie ein Computer, sondern ist ein Problemlösungsprozess, der folgende Charakteristika beinhaltet (ISTE 2014):

  • Formulierung von Problemen auf eine Art, die es ermöglicht diese mithilfe eines Computers und anderen Werkzeugen zu lösen;
  • Logisches Organisieren und Analysieren von Daten;
  • Repräsentation von Daten durch Abstraktionen, wie Modelle und Simulationen;
  • Automatisierung durch algorithmisches Denken;
  • Identifikation, Analyse und Implementierung von möglichen Lösungen, mit dem Ziel eine möglichst effiziente und effektive Nutzung von benötigten Schritten und Ressourcen sicherzustellen;
  • Verallgemeinerung und Transfer dieses Problemlösungsprozesses auf eine große Bandbreite von Problemen.

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PISA für Medienbildung – die ICILS Studie

Gespräch mit Prof. Dr. Birgit Eickelmann

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ICILS ist wie die PISA-Studie als international vergleichende Schulleistungsstudie angelegt, wobei ICILS auf computer- und informationsbezogene Kompetenzen von AchtklässlerInnen fokussiert ist. Die International Computer and Information Literacy Study (ICILS) zeigt, dass fast 30 Prozent der SchülerInnen in Deutschland nur über unzureichende Kompetenzen im Umgang mit medial vermittelten Informationen verfügen und sich daraus Bildungsbenachteiligungen ergeben. Die Studie macht deutlich, wie wenig es dem Bildungssystem in Deutschland gelingt, hier ausgleichend zu wirken. Dies liegt möglicherweise auch in der Tatsache begründet, dass viele Lehrerinnen und Lehrer nicht über die notwendigen Kompetenzen zur Vermittlung von Medienbildung verfügen, da diese in der Ausbildung nicht oder nur unzureichend vermittelt werden. Sie können damit, auch aufgrund der im internationalen Vergleich eher ungünstigen Rahmenbedingungen, einem zentralen Bildungsauftrag von steigender Relevanz nicht gerecht werden. Hinzu kommt, dass – wenngleich LehrerInnen dem Einsatz digitaler Medien durchaus Potenziale zuschreiben – in keinem anderen Teilnehmerland der ICILS die Lehrpersonen in Deutschland derart häufig Bedenken gegenüber dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht haben. Es ergeben sich Entwicklungsaufgaben aus der Studie: die Verbesserung schulischer Rahmenbedingungen einzufordern und an der Professionalisierung von Lehrkräften anzusetzen.

Prof. Dr. Birigt Eickelmann ist Professorin für Schulpädagogik und empirische Schulforschung an der Universität Paderborn. Sie leitet gemeinsam mit Prof. Wilfried Bos von der TU Dortmund in Deutschland die Studie ICILS 2013. Im Gespräch erläutert Frau Eickelmann unter anderem die Ergebnisse der Studie und gibt wichtige Hinweise auf notwendige Veränderungen des deutschen Bildungssystems sowie bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. Darunter fällt beispielsweise eine Grundbildung Medien für das pädagogische Fachpersonal.

Weiterführende Informationen zu ICILS

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Revolution des Bildungssystems – Gespräch mit Richard Gerver

Revolution des Bildungssystems

http://www.richardgerver.com/

Revolution des Bildungssystems

Wie muss die Schule von Morgen aussehen? Reichen die üblichen Reformen aus um die Generation der Zukunft auf eine noch unbekannte Welt vorzubereiten oder brauchen wir eine Revolution des Bildungssystems?
Richard Gerver ist Autor von Creating Tomorrow’s Schools Today und ehemaliger Schulleiter der Grange Primary School. Er hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen das “Undenkbare” möglich gemacht. Eine Schule, die ermutigt. Eine Schule, die nicht nur Wissen, sondern Sinn vermittelt. Eine Schule, die Spaß macht.

Richard Gerver:

“Why is school not as exciting as Disney World? I can hear the laughter now, but why isn’t it? Why is it that on a cold February morning, if my child wakes up with a sore throat, they will cough, splutter and act as if the need to be read the last rites, instead of wanting to go to school, yet if they woke up on that same February morning with the same sore throat in Disney World, Cinderella’s mice turned horses couldn’t keep them away form a day at the Magic Kingdom? Why should school not feel more like that?”

Das Grangeton Project – Eine Reportage

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Medienbildung an der PH Zürich – Vortrag von Heinz Moser

HeinzMoser

 
Die Mediengewohnheiten von PH-Studierenden haben sich gewandelt. Laptop, Bildbearbeitung und Social Media sind für sie keine Fremdwörter mehr. Verfügen sie damit über Medienkompetenzen, die sie leichter und nachhaltiger in den Unterricht einbringen als frühere Generationen von Lehramtsstudierenden? Solche Fragen untersuchte eine Evaluationsstudie an der PH Zürich. Im Vortrag werden die wichtigsten Ergebnisse und Konsequenzen für die Lehrerbildung dargestellt.

Prof. Dr. Heinz Moser:
Heinz Moser ist Dozent für Medienbildung an der PH Zürich sowie Honorarprofessor für Medienpädagogik und Forschung an der Universität Kassel.

Der Vortrag wurde am 10. Februar 2014 an der PH Ludwigsburg aufgezeichnet. Die Vortragsfolien können hier heruntergeladen werden.

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Medienbildung = IT-Förderung?

Stellungnahme der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ und der GMK zum Berliner Koalitionsvertrag

Die Aussagen im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD zum Thema Medien-bildung sind ernüchternd. Offensichtlich fanden sich in allen drei Parteien nicht genügend Kräfte, um systematisch und nachhaltig Medienkompetenz zu fördern. Einen Medienbildungspakt, um die notwendigen Maßnahmen für Aus- und Weiterbildung sowie digitale Infrastruktur im Bildungsbereich zu finanzieren, wird es nicht geben. Weiterlesen…

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Das Medienwelten Feature: Laptops statt Schulbuch

StudentsSchool
Montag Morgen 8:00 Uhr. Für die meisten Schüler heißt es da immer noch Hefte und Bücher auf den Tisch. Denn Tablets und Laptops haben es auch im Jahr 2014 meist noch schwer. Rita Haller, Schulleiterin der Maximilian-Lutz-Realschule in Besigheim, erklärt wieso die meisten Schulen auf den Einsatz von mobilen Geräten im Unterricht verzichten, wie das Modell Laptopklasse an ihrer Schule umgesetzt wird und welche Konsequenzen für Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz von Notebooks entstehen.

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MW006 – Apps im Bildungsbereich

simonGast: Simon Zwick

Simon Zwick ist Medienpädagoge, Aufnahmeleiter bei Film und Fernsehen sowie Mediengestalter für Digital- und Printmedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit und lebt in Berlin. Im Rahmen seines medienpädagogischen Abschlussprojekts konzipierte er Actionbound. Mit der Actionbound-App können spannende, lustige und lehrreiche Handy-Rallyes gespielt werden. Actionbound wurde für den Kindersoftwarepreis 2013 nominiert.

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Das Medienwelten Feature: Der Kampf für die Zukunft

v. l. n. r. Prof. Dr. Horst Niesyto, Christine Hauck, Hannes Schwaderer

Die Veranstalter: v. l. n. r. Prof. Dr. Horst Niesyto, Christine Hauck, Hannes Schwaderer

Am 16. Mai 2013 trafen sich Wissenschaftler, Experten und Interessierte zur Bildungsmediale in Berlin. Eingeladen hatten die beiden Initiativen „D21“ und „Keine Bildung ohne Medien!“ sowie das „Bündnis für Bildung“. Gefragt wurde nach der Realität an Schulen in Deutschland. Können wir Kinder und Jugendliche gut ausbilden für die Kommunikationskultur und Arbeitswelt von morgen? Was leistet Schule heute schon und was muss sie noch tun? Medienwelten hat die Bildungsmediale besucht und versucht mit diesem Feature einen Eindruck von den aktuellen Entwicklungen im Medienbildungsbereich zu vermitteln.

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MW005 – Wahlprüfsteine zum Thema Medienkompetenz

Horst-niesytoGast: Prof. Dr. Horst Niesyto

Anlässlich der Bundestagswahl 2013 hat die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ Wahlprüfsteine zum Thema Medienkompetenz entwickelt. Die politischen Parteien sind gebeten, Ihre Positionen zu den Fragen in den Wahlprüfsteinen zu formulieren. Die Wahlprüfsteine sind in 11 Themenfelder strukturiert. In einer Anlage gibt es ergänzende Hinweise auf (bildungs-)politisch relevante Dokumente und Stellungnahmen im Netz.

Alle Informationen zu den Wahlprüfsteinen: hier …

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